Peter Kubelka- Filme








Peter Kubelka gilt als einer der wichtigen Erneuerer und Theoretiker der Filmkunst des 21. Jahrhunderts. Er war Mitbegründer des Anthology Film Archives, eröffnete das "Invisible Cinema" 1970 in New York und später in Wien, konzipierte 1976 die Sammlung der Avantgardefilme für das Centre Pompidou in Paris und wird 1977 als erster Theoretiker der Film-Avantgarde zu einem Vorlesungszyklus am Museum of Modern Art in New York eingeladen, um sieben Vorlesungen unter dem Titel "The Essence of Cinema" zu halten. 













Seine metrischen Filme "Adebar" (1957), "Schwechater" (1958) und "Arnulf Rainer" (1960) betraten formales Neuland und sind mittlerweise Klassiker des Avantgardekinos. In diesen zumeist kurzen Filmen brach er mit der Ästhetik, dass Film Bewegung darstellt, und fügte stattdessen genau abgemessene Einheiten von Standbildern und kurzen Bewegungen zu strengen metrischen Kompositionen zusammen.

Die überschießend körperliche Wirkung der „Speed-Verkettungen“ und das Knacken von Kontrasten und Sekundenmetaphern erreichten seinen extatischen Höhepunkt in „Arnulf Rainer“. Nur auf Licht, Dunkelheit, weißes Rauschen und Stille reduziert und mit dem Anspruch ein System zu schaffen, das ihm erlaubt vierundzwanzigmal pro Sekunde die Nacht in den Tag und den Tag in die Nacht zu verwandeln, erreicht dieser Film eine visuelle Energie, die seine Vorstellung vom Film als eigenständiges, materiell nicht in andere Medien übertragbares Phänomen am deutlichsten zeigt.





















Sein bekanntester Film "Unsere Afrikareise" (1966), an dem er fünf Jahre arbeitete, vereint alle Entdeckungen der metrischen Werke und führt Elemente wie Menschen, Erzählungen, Gefühle und Bilder, die der natürlichen Welt entsprechen, zusammen. Die Dichte und Präzision der filmischen Artikulation setzte Maßstäbe für den Tonfilm.